Aktuell

Der Getreidemarkt im Überblick:

16. Oktober 2017
Die EU-Getreide-Exporte springen noch nicht an. Russland kommt bei fast jeder Aus-schreibung zum Zuge. Zusätzlich schrauben die Statistiker die geernteten Getreidemengen weiter nach oben.

Raps: Obwohl die Sojabohne einen deutlichen Preisanstieg erfährt, lässt das den europäischen Raps eher kalt. Da benötigen wir wohl noch einen impulsstarken Wettermarkt für die Sojabohne, damit auch der Raps Fahrt aufnehmen kann, denn im Vergleich zum letzten Jahr haben wir zwar nicht bei uns aber in der EU und der Ukraine mehr Raps geerntet. Neben der schlechten Rapsernte im vergangenen Jahr erlebten wir 2016 auch eine Palmölrallye, die alle Ölsaaten mitriss. Dafür haben wir jetzt eine EU-Zoll-Entscheidung präsentiert bekommen, die argentinischen Biodiesel billig ins Land lässt und es unser Raps schwer haben wird aus eigener Kraft zu steigen.

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Rapspreise fallen

12. September 2017
Die Anti-Dumping-Zölle auf argentinischen Biodiesel sollen ab sofort bis zum 28. September von derzeit 22 bis 25,7 Prozent auf 4,5 bis 8,1 Prozent sinken. Das hat die EU-Kommission letzten Donnerstag beschlossen. Zuvor hatte Argentinien erfolgreich bei der Welthandelsorganisation WTO gegen die Anti-Dumping-Zölle der EU geklagt. Argentinien will Meldungen zufolge sofort mit Einfuhren in die EU beginnen. Dieser Beschluss hat der Raps-Preisentwicklung nicht gut getan. Wir erwarten in den nächsten Wochen nicht eine schnelle Erholung der Preise. Aber global betrachtet wechseln nur die Angebotspartner: USA erhebt hohe Importzölle für Argentinien auf Biodiesel. Nun muss die USA ihr eigenes Pflanzenöl verarbeiten und hat weniger für den Export (nach China) zur Verfügung. Die EU senkt den Importzoll auf Biodiesel, also liefert Argentinien jetzt in die EU. Und wo kauft China zukünftig den zusätzlichen Pflanzenölbedarf? Deutschland liefert schon seit einigen Jahren Rapsöl nach China.

Die Weizenpreise scheinen sich auf niedrigem Niveau zu stabilisieren. Russland be-stimmt die Exportpreise. Frankreich und Deutschland sind beim Export die Verlierer.

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Getreide und Ölsaaten

9. August 2017

Die Getreidequalitäten und -Erträge sind etwas besser als das schlechte Wetter vermuten lässt. Protein und Fallzahl sind in vielen Fällen noch in Ordnung. Das Hektolitergewicht wird in diesem Jahr häufig den Ausschlag geben, ob ein Weizen noch als Mahlweizen gehandelt werden kann. Es wird genug Brotweizen und Brotroggen für unsere Mühlen in Deutschland geerntet. Wir erwarten jedoch, dass es so läuft wie immer (und da verhält sich der Handel nicht anders als der Bauer): Erst einmal werden die schlechteren Qualitäten am Markt angeboten…

Die Rapsernte ist zum großen Teil eingefahren. Der Rapsertrag enttäuscht sehr. Auch der Ölertrag erreicht nicht den Durchschnittswert der Vorjahre.

Die Getreide- und Rapspreise schwächeln weiterhin an der Warenterminbörse. Wir befinden uns noch in den US-Wettermärkten und die Prognosen für die nächste Zeit in den Anbaugebieten stehen für gute Ertragsbedingungen. Der erstarkte Euro unterstützt die deutschen Exportbemühungen in keiner Weise.

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Getreide- und Rapsernte

31.07.2017

Noch haben wir keinen wirklichen Überblick, aber die Erträge sind nach den starken Regenfällen unbefriedigend.

Der Rapsertrag enttäuscht sehr. Die Erträge schwanken je nach Standort zwischen 28 und 43 dt/ha. Den Durchschnitt sehen wir momentan bei 38 dt/ha. Auch der Ölertrag liegt deutlich unter dem Vorjahr.

Seit heute kommt vermehrt Weizen in unseren Lägern an. Die Erträge sind unterdurchschnittlich, die Fallzahl zum großen Teil noch stabil. Das Hektolitergewicht schwindet bei diesen Wetter. Z. Zeit liegen wir bei durchschnittlich 74 kg/hl.

Der erste gedroschene Roggen ist noch Fallzahl stabil.

Die Weizen-Börse fällt, aber da sollten wir erst einmal besser nicht hinschauen…

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Es regnet...

Es regnet in den von Trockenheit geplagten Getreideanbaugebieten der USA und die Preise fallen. Der Euro gewinnt im Verhältnis zum US-Dollar an Festigkeit und schwächt damit unsere Exportmöglichkei-ten. Die Gerstenernte hat durchschnittliche Erträge gebracht. Aber um gute bis sehr gute Erträge zu erzielen, müssen die Ergebnisse auch auf den leichten Böden überzeugen. Das scheint dieses Jahr nicht der Fall zu sein. Auch der bislang gedroschene Raps enttäuscht in diesem Jahr. Sollten im Ernteverlauf die Erträge nicht steigen, müssen wir mit einer um 10% reduzierten Rapsmenge im Vergleich zum Vorjahr rechnen.

Es regnet auch in Deutschland. Und durch Wind und stetigen Regen steigt der Anteil des Lagergetreides von Tag zu Tag. Erste Berichte von Auswuchs beim Weizen kommen uns zu Ohren. Diese Nachrichten passen nicht zu fallenden Preisen.

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