Aktuell
Getreidepreise heben ab
29. Juli 2010
Nun werden die schlechten Ernteerträge der Schwarzmeeranrainer immer deutlicher: um die 40% weniger Weizenertrag im Vergleich zum Vorjahr. Fallen Russland, Ukraine und Kasachstan wohl möglich damit ganz als Exporteure auf dem Weltmarkt aus?
Der nordamerikanische Weizen wird in Chicago im Dezember mit 18,25 €/dt gehandelt. Rechnen wir 1,90 €/dt Fracht und Umschlag zum Seehafen und die Fracht bis nach Afrika (über 3 €) dazu, so sind wir mit unseren 19,25 €/dt frei deutschem oder französischen Seehafen mehr als wettbewerbsfähig. Sollten weiterhin größere Exportmengen Westeuropa verlas-sen, kann das zu weiteren Preisanstiegen führen. Dass nach der Ernte die Preise wieder schnell zusammenbrechen, können Sie zwar überall lesen, wir sehen dafür im Augenblick aber wenig gewichtige Hinweise.
17,50 €/dt für ausländischen Mais frei Kraftfutterwerk Südoldenburg - billiger geht nicht
15. Juli 2010
Europa leidet unter Hitze und Trockenheit. Die Enteschätzungen werden von mal zu mal weiter nach unten korrigiert und die noch vor einigen Monaten so üppigen Endbestände für die neue Getreidesaison schmelzen da-hin. Die weitere Preisentwicklung wird maßgeblich davon abhängen, wie lange uns noch die Hitze mit Trockenheit begleiten wird.
Verständlicher Weise wird in dieser Zeit nicht all zu viel Ware gehandelt und wenn schon ein Teil der Ernte abgesichert ist, scheint es auch ratsam erst einmal zu ernten, die Qualitäten zu ermitteln und anschließend über weitere Verkäufe nachzudenken.
Mühlen und Kraftfutterwerke haben noch kein großes Engagement in ihren Büchern aufgebaut. Den Einkäufern war häufig das Getreide zu jedem Zeitpunkt zu teuer. Nun bleibt es abzuwarten, wie viel Weizen mit Backqualität geerntet wird. Wir erwarten, dass in diesem Jahr die Mühlen eher preistreibend auf den Markt wirken werden. Es ist für die Lebensmittelherstellung nur genügend Getreide vorhanden, wenn die Kraftfutterwerke deutlich mehr Mais als in den vergangenen Jahren einsetzen. Also muss der Wei-zenpreis sich dem Maispreis deutlich annähern, damit die Preiswürdigkeit des Maises für den Mischfuttereinsatz gegeben ist. Der Import von Mais wird über EU-Zölle beeinflusst. Erst ab einem Preis frei Seehafen in Höhe von 16 Euro wird dieser Zoll ausgesetzt. Der größte Maisexporteur, die USA, fällt mit ihren GMO-Sorten für uns aus. Es bleiben zum Beispiel Ukraine und Argentinien, die zum Teil selbst mit Wetterproblemen zu kämpfen haben. Weizen ist auf dem Weltmarkt deutlich über dem Maispreis notiert, so dass hier ein Import außerhalb der EU-Länder unrealistisch erscheint.
Preismotor Raps
Der Raps hat in den letzten Tagen eine gewaltige Preisrallye vorgelegt. Die Erträge und Ölgehalte dieser Ernte werden uns zeigen, ob der Preisanstieg schon ein Ende findet oder die derzeitigen Preise wohl möglich schon als überzogen angesehen werden.
Die nächsten Tage bleiben spannend und für Sie hoffentlich ertragreich.
Wir stehen Ihnen auch in dieser Ernte gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Lippischer Feldtag in Bad Salzuflen-Holzhausen
Mehr Lagerraum in Minden
18. Juni 2010
Fast abgeschlossen ist der Bau der drei neuen Hochsilos für die Lagerung von 15.000 to Getreide. Zusammen mit der neuen Schüttgosse (200 to/Std.) wird die Installation der Förderwege mit Beginn der neuen Ernte abgeschlossen sein. Wir freuen uns, wenn es uns mit dieser Investition gelungen ist, Wartezeiten in der Ernte zu minimieren.
Raps hat die 30-Euro-Hürde genommen
18. Juni 2010
Erfreuliches erleben wir derzeit an den Ölsaatenmärkten. Die Preise haben deutlich angezogen.
Und das geschieht, obwohl der Euro sich wieder verteuert hat!
Das Kaufinteresse an Ölsaaten ist auch für die neue Ernte weltweit un-gebrochen. Wie viele andere Länder müssen wir auch in der EU im neuen Wirtschaftsjahr Raps importieren, egal wie viel wir auch ernten werden. Der Bedarf im Lebensmittel- und Energiebereich ist ungebrochen hoch.
Die jetzt erlebte Ralley hängt aber in erster Linie mit den schlechten Wetterbedingungen in Kanada zusammen, die dort eine geringere Rapsflä-chenaussaat wahrscheinlich werden lässt.
Und steigt der Raps noch weiter? Diese Frage mögen Sie sich stellen. Un-sere Antwort darauf ist wenig konkret, denn Wettermärkte sind hoch speku-lativ und weitere Entwicklungen nicht vorhersehbar. Schauen Sie beim Ab-wägen einer eventuellen Vermarktung lieber auf die Erlöse, die Sie auf die-sem Preisniveau erzielen können. Eine Vermarktung der Ernte 2011 ist üb-rigens ebenso interessant.
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