17,50 €/dt für ausländischen Mais frei Kraftfutterwerk Südoldenburg - billiger geht nicht
15. Juli 2010
Europa leidet unter Hitze und Trockenheit. Die Enteschätzungen werden von mal zu mal weiter nach unten korrigiert und die noch vor einigen Monaten so üppigen Endbestände für die neue Getreidesaison schmelzen da-hin. Die weitere Preisentwicklung wird maßgeblich davon abhängen, wie lange uns noch die Hitze mit Trockenheit begleiten wird.
Verständlicher Weise wird in dieser Zeit nicht all zu viel Ware gehandelt und wenn schon ein Teil der Ernte abgesichert ist, scheint es auch ratsam erst einmal zu ernten, die Qualitäten zu ermitteln und anschließend über weitere Verkäufe nachzudenken.
Mühlen und Kraftfutterwerke haben noch kein großes Engagement in ihren Büchern aufgebaut. Den Einkäufern war häufig das Getreide zu jedem Zeitpunkt zu teuer. Nun bleibt es abzuwarten, wie viel Weizen mit Backqualität geerntet wird. Wir erwarten, dass in diesem Jahr die Mühlen eher preistreibend auf den Markt wirken werden. Es ist für die Lebensmittelherstellung nur genügend Getreide vorhanden, wenn die Kraftfutterwerke deutlich mehr Mais als in den vergangenen Jahren einsetzen. Also muss der Wei-zenpreis sich dem Maispreis deutlich annähern, damit die Preiswürdigkeit des Maises für den Mischfuttereinsatz gegeben ist. Der Import von Mais wird über EU-Zölle beeinflusst. Erst ab einem Preis frei Seehafen in Höhe von 16 Euro wird dieser Zoll ausgesetzt. Der größte Maisexporteur, die USA, fällt mit ihren GMO-Sorten für uns aus. Es bleiben zum Beispiel Ukraine und Argentinien, die zum Teil selbst mit Wetterproblemen zu kämpfen haben. Weizen ist auf dem Weltmarkt deutlich über dem Maispreis notiert, so dass hier ein Import außerhalb der EU-Länder unrealistisch erscheint.
Preismotor Raps
Der Raps hat in den letzten Tagen eine gewaltige Preisrallye vorgelegt. Die Erträge und Ölgehalte dieser Ernte werden uns zeigen, ob der Preisanstieg schon ein Ende findet oder die derzeitigen Preise wohl möglich schon als überzogen angesehen werden.
Die nächsten Tage bleiben spannend und für Sie hoffentlich ertragreich.
Wir stehen Ihnen auch in dieser Ernte gerne mit Rat und Tat zur Seite.
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