Der Aufwärtstrend ist ungebrochen
12. Januar 2011
La niňa ist die kleine Schwester von El niňo. Das Wetterereignis La niňa tritt meist nach einem El niňo-Ereignis auf. La niňa verbreitet, um es auf den Punkt zu bringen, Trockenheit in Südamerika und Starkregen in Südostasien (und dieses Jahr auch in Australien). Und wenn dann noch zusätzlich ein zentrales Weizenanbaugebiet in China seit Monaten unter einer ausgeprägten Trockenheit leidet, haben wir einen großen Teil der Gründe erfasst, warum im Augenblick der Markt für Getreide und Ölsaaten so nervös ist. Über die Situation in Russland haben wir ja schon mehrfach geschrieben. Auch hier haben sich alle Befürchtungen bestätigt. Mit einer unterdurchschnittlichen Ernte 2011 bleibt Russland weiterhin Nettoimporteur bei Getreide.
Getreide alte Ernte
Noch Anfang April 2008, als der Weizenpreis seinen damaligen Höhepunkt erreichte, waren sich alle Marktteilnehmer einig, die Weizenmengen reichen nicht bis zur neuen Ernte. Doch kaum vielen an der Börse die Preise tauchte wieder so viel Ware auf, dass die schon importierten Substitute überlagert werden mussten.
Warum sollte es sich dieses Jahr nicht ähnlich entwickeln? Hohe Preise ziehen die Ware aus dem Ausland an. Wir glauben zwar, dass der Scheitelpunkt noch nicht erreicht ist, aber Obacht ist geboten!
Getreide neue Ernte oder
„Sind 20 € kein Verkaufsargument?“
Wir haben Ihnen zwar viele gute Argumente zu Beginn unseres Berichtes aufgezeigt, warum auch 2011/2012 ein spannendes Getreidejahr werden kann, aber Wetterlagen können sich auch schnell ändern und wir sollten deshalb eher auf die tatsächlich zu erzielenden Preise unser Augenmerk richten. Wann konnten Sie schon einmal 20 € für Ihren Weizen mit einem Vorkontrakt erzielen? Wir empfehlen: Beginnen Sie mit der Absicherung Ihrer neuen Ernte.
Raps
Über die Aussichten am Ölsaatenmarkt haben wir beim letzten Mal ausführlich berichtet. Die Situation hat sich nicht entspannt, Raps ist weiterhin ein begehrtes und gern gehandeltes Produkt, folglich marschieren die Preise bergauf. Auch hier haben wir bald schon das Niveau von 2008 erreicht. Sollten Sie noch keine Vorkontrakte für die Ernte 2011 gemacht haben, empfehlen wir bald zu handeln.
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