Agrarzeitung vom 8. Juni 2018

von Daphne Huber-Wagner
Ein Generationswechsel steht bei der Lippe Agrar Handelsgesellschaft mbH, Lemgo, bevor. Nach 25 Jahren wird Fritz Köster als geschäftsführender Gesellschafter seine Verantwortung abgeben.

Köster hat zusammen mit Andreas Schmuck das private Agrarhandelsunternehmen in Ostwestfalen aufgebaut. Im Herbst wird er nun als aktiver geschäftsführender Gesellschafter von Lippe Agrar seinen Nachfolger Klaus Schulze-Varnholt einarbeiten. Schulze-Varnholt leitet bei Lippe Agrar die Produktions- und Hafenstätten von Lippe Agrar und ist seit 20 Jahren im Unternehmen beschäftigt. Ab 2019 wechselt der 50-Jährige in die Geschäftsführung. Er möchte den Kontakt zu den Kunden weiter intensivieren.
Auf dem gut besuchten Feldtag von Lippe Agrar in dieser Woche auf dem Gronhof in Holzhausen, informierte Geschäftsführer Schmuck die Besucher über eine weitere Veränderung des Agrarhandelsunternehme. „Wir werden den Standort mit der Zentrale in Lemgo aufgeben und innerhalb der kommenden zwei Jahren einen neuen Standort, am liebsten in Lage, aufbauen.“ Bevor die Investition stehe, gebe es noch Verhandlungen mit der Stadt über den Bau einer Zufahrtsstraße sowie Zusicherungen über den Status eines Gewerbegebietes.

Lippe Agrar will künftig mehr Agrargüter mit der Bahn transportieren. Schmuck nennt die Mautgebühr ab 1. Juli auf Bundesstraßen, die den LKW-Verkehr und damit die Frachten verteuert. Wartezeiten bis zu 8 Stunden vor den Verarbeitungsbetrieben seien keine Seltenheit. Minden verfügt über einen Wasserstraßen- und Gleisanschluss. Die Bahn wird an Bedeutung gewinnen, allerdings seien die Wartungskosten einer Anschlussweiche an das öffentliche Bahnnetz von bis zu 85.000 € jährlich sehr hoch. Schmuck setzt darauf, dass die Bahn in Zukunft den politischen Auftrag bekommt, mehr Güter auf der Schiene zu transportieren. Denn die Kosten für die Wiederaufnahme stillgelegter Gleise sind enorm. Um die Bahnstrecke am Standort in Minden wieder funktionstüchtig zu machen, kommen auf Lippe Agrar für ein Teilstück von 1,5 km Kosten in Höhe von 500.000 bis 800.000 € zu.

             
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