Getreidepreise werden munter

23. April 2010
Jetzt steigen die Getreidepreise auch für die neue Ernte an. Nachdem wir immer noch nicht wissen, wo denn die Restbestände der alten Ernte liegen, ist die Abgabebereitschaft weiterhin gering – die Verarbeiter sind aber recht kaufinteressiert… Ebenso unterstützt der starke US-Doller (1 US$ = 1,33 €) die Wettbewerbsfähigkeit im Export.

So weit so gut, diese Argumente hatten wir auch schon vor 14 Tagen eingepreist und trotzdem ist der Getreide- wie auch der Rapspreis weiter gestiegen.


Die ersten braunen Flecken (Wassermangel) sind auf den Landkarten deutlich sichtbar. Das ist zwar noch nicht besonders schädigend für die heranwachsenden Pflanzen, aber auch die Aussichten für die nächste Woche enthalten noch keine ergiebigen Regenfälle. Sollte in einigen Tagen für die 18. KW kein Regen vorhergesagt werden, beginnt in Europa ein „Wettermarkt“:
kein Regen = steigende Preise, Regenvorhersage = aus der Traum (oder Albtraum, je nach dem ob ich Ware habe oder benötige).

Jetzt beginnt auch die neue Ernte für die Vermarktung preislich interessant zu werden!


Die Grenzen einer großen Preisralley werden aber schnell aufgezeigt, wenn man sich nachfolgende Weltgetreideschätzung des IFC vom 22.04.2010 genauer anschaut. Hiernach behalten wir einen recht hohen Weizenendbestand weltweit auch zum 30.06.2011.

Nachfolgende Dokumente beschäftigen sich mit aktuellen Getreidestatistiken:
Getreideexport EU 27 Stand: 23.03.10)
Ernteschätzung Raps Stand: März 2010
Ernteschätzung Getreide Stand: März 2010
EU-Getreidebilanz Ernte09 Stand: März 10
Gerstenintervention DE Stand: 21.04.10)

             
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