Raps hat die 30-Euro-Hürde genommen

18. Juni 2010

Erfreuliches erleben wir derzeit an den Ölsaatenmärkten. Die Preise haben deutlich angezogen.
Und das geschieht, obwohl der Euro sich wieder verteuert hat!

Das Kaufinteresse an Ölsaaten ist auch für die neue Ernte weltweit un-gebrochen. Wie viele andere Länder müssen wir auch in der EU im neuen Wirtschaftsjahr Raps importieren, egal wie viel wir auch ernten werden. Der Bedarf im Lebensmittel- und Energiebereich ist ungebrochen hoch.

Die jetzt erlebte Ralley hängt aber in erster Linie mit den schlechten Wetterbedingungen in Kanada zusammen, die dort eine geringere Rapsflä-chenaussaat wahrscheinlich werden lässt.

Und steigt der Raps noch weiter? Diese Frage mögen Sie sich stellen. Un-sere Antwort darauf ist wenig konkret, denn Wettermärkte sind hoch speku-lativ und weitere Entwicklungen nicht vorhersehbar. Schauen Sie beim Ab-wägen einer eventuellen Vermarktung lieber auf die Erlöse, die Sie auf die-sem Preisniveau erzielen können. Eine Vermarktung der Ernte 2011 ist üb-rigens ebenso interessant.

Getreide ohne weitere Impulse

Der Getreidemarkt ist von dem Rapssprint unbeeindruckt. Monoton wird uns aufgezählt, dass weltweit eine große Weizenernte heranwächst, die auch einen steigenden Bedarf mehr als befriedigen kann. Dem will im Au-genblick auch noch niemand widersprechen. Ein wieder erstarkender Euro würde auch unsere Exportchancen dämpfen. Wer also auf ansteigende Getreidepreise setzen möchte, wird sich vorsichtshalber mit genügend Ge-duld und Liquidität ausrüsten müssen, um von einem Preisanstieg profitie-ren zu können.

             
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